Was ist ein Betriebsystem?
 
Ein Betriebsystem ist ein Programm oder meist eine ganze Programmsammlung, die es ermöglicht, einen Computer sinnvoll zu betreiben.

  Definition

Dazu muß das Betriebsystem in ausführbarer Form vorliegen, d.h. in der Maschinensprache des Prozessors des Computers. Betriebsysteme werden heute jedoch meist in einer Hochsprache (z.B. C) entwickelt und mit Compilern übersetzt. Nur kleine Teile, die besonders hardwarenah programmiert oder geschwindigkeitskritisch sind, werden in Assembler geschrieben. Obwohl die Quelltexte prinzipiell übertragbar sind, sind viele Betriebsysteme so speziell an die Hardware angepaßt, daß es kaum möglich ist, sie auf andere Hardwareplattformen zu übertragen (z.B. Win 9x, OS/2, MacOS). Derartige Systeme sind z.B. nur für den PC oder nur für den Mac verfügbar, wenn man vom Einsatz von Emulatoren absieht. Ist ein Betriebsystem dagegen modular aufgebaut und sauber strukturiert, so ist eine Portierung auf andere Plattformen sehr wohl möglich, Windows NT und die diversen UNIXR-Varianten belegen dies.

   Portabilität
Der Hauptteil des Betriebsystems - der Kernel - muß so auf einem Datenträger gespeichert sein, daß das BIOS des Computers darauf zugreifen kann. Wegen der beschränkten Fähigkeiten des BIOS verwenden die meisten Betriebsysteme jedoch zusätzlich eigene Bootmanager und Bootlader, die als Miniaturbetriebsysteme fungieren. Diese haben nur die Aufgabe, eine Auswahl des zu startenden Betriebsystems zu ermöglichen, falls mehrere auf dem Computer installiert sind und die zu diesem Betriebsystem gehörigen Dateien in den Speicher zu laden und auszuführen. Ist der Betriebsystemkern geladen, kümmert er sich um das weitere "Hochfahren" des Systems. Anschließend verwaltet der Kernel die Ressourcen des Computers und wartet auf Ereignisse von außen, z.B. Tastatureingaben, Mausklicks oder Netzwerkverbindungen.

   Bootmanager und -lader
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